Rollin‘ rollin‘ rollin‘

…though the streams are swollen, keep them doggies rollin‘, Rawhide!!!!!

Wer jetzt an Jake und Elwood Blues denkt, ist zwar popkulturell mit mir auf einer Wellenlänge, aber leider noch nicht im Thema, denn es geht um das Fahrrad. Mobil, be- und geliebt, von wachsender Bedeutung für den städtischen Verkehr, aber ein kaum benutzter Werbeträger – bis jetzt!

Bislang waren Sattelbezüge und bunte Fähnchen das höchste der Werbegefühle, doch nun wagt Kino-Mo mit seinen Video-Bikes den Sprung in die Zukunft:

Fahrräder fahren langsam genug, so dass die Botschaft von Fußgängern wie Autofahrern bestens wahrgenommen werden können – in der dunklen Jahreszeit ebenso wie in der hellen. Es stellt sich nur die Frage: Will man das?

Was für den einzelnen Biker ein schöner kleiner Nebenverdienst sein kein, ist für normalsterbliche Passanten nur noch eine weitere Werbebelästigung im öffentlichen Raum. Weggucken ist kaum möglich, wenn man nicht Gefahr laufen möchte, unter die Räder zu geraten.

Wo ist aber das Ende? Laufbänder mit Werbebotschaften rund um Kinderwägen? Laufräder, die bei der Betätigung Werbesongs für Barbie absondern? Gibt es denn wirklich nirgends mehr Ruhe??

Wenn schon kommerzielle Botschaften, dann doch bitte mit Sinn und Understatement, wie es zum Beispiel Volvo mit seinem „Life Paint“ praktiziert:

Wasserbasiert, abwaschbar, ohne Rückstände auf der besprühten Fläche und der Erlös geht zudem noch an die Stiftung „Wings for Life“. Leider nur limitiert.

Und so kommen wir auf das stets gleiche Fazit: Kontakte schinden und um Aufmerksamkeit buhlen ist heute nicht mehr der Schlüssel in die Köpfe und Herzen der Konsumenten. Gutes Engagement schon.

 

 

99 auf einen Streich

Natürlich spielen auch die Verpackung und die Artikelmenge eine große Rolle, wenn es um Profilierung und Positionierung eines Produktes am Markt und am POS (Point of Sale) geht. Beispielsweise Bier: Das praktisch mit einer Hand zu tragende Sixpack ist ja nur der Anfang, die lustige Elfer-Kiste nur das vorläufige Ende. Denn eine kleine Brauerei aus Austin hat sich Gedanken darüber gemacht, wie man das noch toppen könnte:

Großartige Idee… nur mit der Kühlung könnte es etwas schwierig werden… 🙂