Einmal die Welt mit deinen Augen sehen…

… ist in Zukunft ganz einfach, denn ich schalte mich einfach in dein Google Glasses Hangout mit ein. Und schon ist „ich sehe was, was du nicht siehst“ ein Spiel von gestern.

Sie kommt, die Google-Brille, auch wenn es sich jetzt nur um Prototypen handelt und man von Preisen um die 1.500 $ munkelt – in wenigen Jahren ist sie serienreif und erschwinglich – und ich kann schön vom Sessel aus Achterbahn fahren, Fallschirm springen und tauchen gehen.

Ich kann mir dann bestimmt auch ein Paar Schuhe angucken und „Glass“ sagt mir, wo ich sie gerade am günstigesten kaufen kann. Und ab und zu wird ein Werbebanner eingeblendet, aber nur ganz selten…. anfangs….

Augmented reality“ heißt das Zauberwort, das hier im Blog schon öfters besprochen wurde. Und kaum hat es Platz auf unseren Smartphones gefunden, springt es uns auch schon ins Gesicht.

Ich wollte ja als Kind immer so eine coole X-Ray-Brille haben – ob Google Glass das wohl können wird?? Wahrscheinlich nicht: #fail 🙂

 

 

 

Facedeals: Gute Angebote nur noch für die Schönen?

Gesichtserkennung – der heiße Scheiß von morgen – wobei „morgen“ wirklich morgen bzw. ganz doll nah in der Zukunft meint. Denn mit „Facedeals“ können wir endlich mit dem Gesicht bezahlen… naja noch nicht ganz, aber fast. Seht selbst:

So, liebe Leute, dann räumt mal schön eure Bilder bei Facebook auf, denn ich sehe es schon kommen, dass der eine oder andere Laden uns nur noch reinlässt, wenn wir gut genug aussehen – keine Chance für Hackfressen. Oder Glatzen… Oder Hipster mit Schnauzbart…obwohl, das wäre doch mal was!

Selbst wenn das Ganze nur ein Fake sein sollte, was ich nicht wirklich annehme, so zeigt es doch sehr anschaulich auf, wohin die Reise gehen wird: Wir geben genug von uns preis, so dass personalisierte Angebote in Echtzeit schon heute möglich sind – und warum nicht mit unserem Gesicht einchecken?

Jeden, den es jetzt gruselt und der einen Aufschrei kaum zu unterdrücken vermag, dem sei gesagt, dass wir Älteren – wie immer – sowieso keine bedeutende Rolle mehr in den Überlegungen der Marketeers spielen. Es ist die heutige Jugend, die es in Kürze einfach erwarten wird, dass die Geschäfte mit Facedeals ausgestattet sein werden. Menschen wie Annie zum Beispiel:

So wachsen die kleinen Racker heutzutage auf… wer über 40 wäre heute dazu in der Lage, auch nur annähernd so mühelos und selbstsicher die diversen Programme zu bedienen? Meine Sozialisation sah noch so aus, dass wir im Informatik-Unterricht Lochkarten (!!!) hergestellt haben… oder elektronische Würfel… während im Schulkeller die Zuse vor sich hinratterte (P. Wanke forever!)…

Zurück zum Marketing: Die meisten Unternehmen verpennen ja hier in Deutschland noch die wachsende Bedeutung von Location-based-Marketing – wer bei Facedeals jedoch nicht rechtzeitig agiert, läuft Gefahr, die junge Klientel zu verlieren. Nicht wir machen die Märkte, die Märkte machen uns….

Endlich: Anschwärzen 3.0

Unsere schönen neuen Medien der 3.0-Welt kann man nicht nur für’s Stalken einsetzen, sondern sie eignen sich auch hervorragend zum Anschwärzen unverschämter Flegel und rüpelhafter Rüpel. Wer hat sich beispielsweise noch nicht über diese Falschparker geärgert, die Geh- und Radwege zuparken? Und viel mehr noch über unsere Ordnungskräfte, die so etwas beflissentlich übersehen? In Russland gibt es jetzt eine ganz einfache Lösung für dieses Problem:

 

Da freut sich der kleine Hobby-Blockwart und auch die goldene Hausnummer könnte demnächst für parkrowdy-befreite Strassenzüge wieder eingeführt werden. Ich ahnte bisher ja gar nicht, wieviel Macht ich mit meinem Smartphone in den Händen halte…. 🙂

Mama, Mama, mein Pflaster singt…

Nein, das Kind hat nicht versehentlich von den bunten Pillen genascht, die Mama immer zur Stimmungsaufhellung nimmt, sondern sich lediglich Papas iPad ausgeliehen – und schon sieht es kleine Frösche und dicke Schweine (Dick? Wer ist hier dick?):

„Augmented Reality“ funktioniert zwar auch analog, wie der letzte Eintrag gezeigt hat, doch digital fasziniert es nicht weniger – und so überrascht es kaum, dass gerade Kinder davon schnell zu begeistern sind. Schließlich sind sie ja auch diejenige Zielgruppe, die sich schon frühestmöglich an diese Technik gewöhnen sollen, wie wir bereits beim ersten AR-Kinderbuch sahen.

Was kommt nur als nächstes? Donald Duck, der auf dem Müsli steppt? Popeye, der Spinat schmackhaft macht? Yoda. der aus der Lebertran-Flasche springt? Es bleibt spannend…

Von wegen digital: erste analoge „Augmented Reality“!

„Augmented Reality“, die erweiterte Wahrnehmung, war schon häufig Thema hier im Blog – das „Web 3.0“ zieht über die Smartphones in unsere Umwelt ein und zeigt uns mehr als in Wirklichkeit eigentlich da ist (Beispiele findet ihr hier und hier)

Aber braucht man für gutes AR immer ein Smartphone? Oder geht das Ganze auch ohne digitales Dingsbums? Ja, es geht, und nein, braucht man nicht, denn aus Taiwan kommt nun die erste analoge AR-Applikation:

Cool, analog ist jetzt das neue digital…

Das erste Kinderbuch in „augmented reality“

Trotz „Layar“ und ähnlichen Programmen scheint dem ein wenig älteren Smartphone-Nutzer diese ganze „augmented reality“-Geschichte noch wie entfernte Zukunftsmusik erscheinen (weitere Beispiele findet ihr hier). Doch die Marketing-Abteilungen arbeiten bereits mit Hochdruck daran, wie diese erweiterte Wahrnehmung in Produkte umgesetzt werden.

Aktuelles Beispiel: die Parrot Carrot Safari.

Neue Technologien wachsen mit ihren Nutzern mit, daher wird folgerichtig auch gleich die jüngste Generation an die neuen Möglichkeiten herangeführt. Was jetzt noch quasi „Avantgarde“ ist, wird eines Tages zum Alltag dazugehören…

Die Zukunft des Marketing – Teil 1: Web 3.0

Das Web 2.0 hat uns vom reinen Konsumieren der Inhalte weggeführt hin zum Produzieren und Teilen von Inhalten (jeder kann content absondern und ihn auch verbreiten) und selbst das ist keine kommunikative Einbahnstrasse mehr, sondern dank der vielen Kommentarmöglichkeiten ein einfach zu führender Dialog.

Web 2.0 hat nicht nur unser Privatleben, sondern erst recht das Marketing und die Business-Welt richtig durchgeschüttelt. Die Verunsicherung, wie man damit denn nun umzugehen habe, ist in den Unternehmen immer noch groß, überzeugende Social Media Konzepte gibt es nur wenige. Daher die durchaus bange Frage: Was kommt nun als nächstes?

Technisch bewegen wir uns auf das sogenannte „Web 3.0“ zu, die „augmented reality“, was nichts anderes heißt, als dass wir mit unseren Smartphones in Zukunft mehr sehen werden als das, was da ist. Ein Beispiel:

 

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das erste Filmstudio die „Lola rennt“- Film-Tour für Berlin verkaufen wird… Doch auch jenseits touristischer Angebote gibt es eine Menge Einsatzmöglichkeiten:

 

Ist das wirklich die Zukunft? Nein, das ist schon längst die Realität. Smartphone-Besitzer können sich „layar“ runterladen, falls es nicht ohnehin schon Bestandteil des Smartphone-Angebotes ist:

 

Wie die Zukunft des Marketing aussehen könnte, das zeigt uns Keiichi Matsuda in seinen Video-Arbeiten:

Gut, das könnte jetzt leicht übertrieben wirken, aber nach dem layar-Video ist ja nix mehr auszuschliessen….

Augmented reality wird also nach und nach in unser Leben eindringen – und eines Tages wird unser Leben dann so aussehen (das Video ist in 3D – wer also noch eine alte 3D-Brille zuhause rumzuliegen hat, sollte sich dies auch unbedingt in 3D angucken! Alle anderen können von 3 auf 2D umschalten, ist aber nur der halbe Spaß!):

Die Zukunft sieht bunt aus – freut euch… 😉