Endlich: Anschwärzen 3.0

Unsere schönen neuen Medien der 3.0-Welt kann man nicht nur für’s Stalken einsetzen, sondern sie eignen sich auch hervorragend zum Anschwärzen unverschämter Flegel und rüpelhafter Rüpel. Wer hat sich beispielsweise noch nicht über diese Falschparker geärgert, die Geh- und Radwege zuparken? Und viel mehr noch über unsere Ordnungskräfte, die so etwas beflissentlich übersehen? In Russland gibt es jetzt eine ganz einfache Lösung für dieses Problem:

 

Da freut sich der kleine Hobby-Blockwart und auch die goldene Hausnummer könnte demnächst für parkrowdy-befreite Strassenzüge wieder eingeführt werden. Ich ahnte bisher ja gar nicht, wieviel Macht ich mit meinem Smartphone in den Händen halte…. 🙂

Von wegen digital: erste analoge „Augmented Reality“!

„Augmented Reality“, die erweiterte Wahrnehmung, war schon häufig Thema hier im Blog – das „Web 3.0“ zieht über die Smartphones in unsere Umwelt ein und zeigt uns mehr als in Wirklichkeit eigentlich da ist (Beispiele findet ihr hier und hier)

Aber braucht man für gutes AR immer ein Smartphone? Oder geht das Ganze auch ohne digitales Dingsbums? Ja, es geht, und nein, braucht man nicht, denn aus Taiwan kommt nun die erste analoge AR-Applikation:

Cool, analog ist jetzt das neue digital…

Das erste Kinderbuch in „augmented reality“

Trotz „Layar“ und ähnlichen Programmen scheint dem ein wenig älteren Smartphone-Nutzer diese ganze „augmented reality“-Geschichte noch wie entfernte Zukunftsmusik erscheinen (weitere Beispiele findet ihr hier). Doch die Marketing-Abteilungen arbeiten bereits mit Hochdruck daran, wie diese erweiterte Wahrnehmung in Produkte umgesetzt werden.

Aktuelles Beispiel: die Parrot Carrot Safari.

Neue Technologien wachsen mit ihren Nutzern mit, daher wird folgerichtig auch gleich die jüngste Generation an die neuen Möglichkeiten herangeführt. Was jetzt noch quasi „Avantgarde“ ist, wird eines Tages zum Alltag dazugehören…

Die Zukunft des Marketing – Teil 3: Die Kunden von morgen

Gerade heute habe ich wieder die Diskussion geführt, wie wohl das Marketing von morgen aussehen wird. Die vielen Möglichkeiten faszinieren, aber erschrecken auch. Will man diese individualisierten Botschaften wirklich ständig, überall, non-stop erhalten? Was ist, wenn ich nach wie vor Bücher lesen möchte, aber die Verlage in 5 Jahren nur noch einfache, für sie billigere E-Books anbieten werden? Amazon US verkauft schon seit längerer Zeit mehr E-Books als gebundene Bücher…

Es ist eigentlich egal, wie unsere Befindlichkeiten sein werden, denn es geht in 10 Jahren nicht mehr um uns, sondern um diese hier:

Das sind die Kunden von morgen – und die wachsen heute schon mit all den technischen Möglichkeiten auf, gehen spielerisch damit um und erwarten, dass wir uns ihren Welten anpassen (und nicht umgekehrt). Wir, wir sind dann nur noch Auslaufmodelle, denen man vielleicht ein paar olle Seiten bedrucktes Papier zuwirft….

Ganz so schwarz sehe ich das natürlich nicht, aber es muss uns klar sein, dass – auch wenn wir nicht jede Entwicklung gut heißen – wir diese nicht aufhalten werden können.

Einen weiteren Schritt in Sachen individualisierte, mobile Werbung geht auch Google mit seinem neuesten Angebot, niedlich in Szene gesetzt:

Gemerkt? Da sitzt niemand mehr an seinem Rechner zuhause, sondern guckt in sein Handy oder seinen Laptop… Es kommt alles noch viel schneller!

Die Zukunft des Marketing – Teil 2: mobil & individualisiert

Wie schon im ersten Teil dieser kleinen Serie spielt auch diesmal wieder unser Smartphone eine große Rolle. Insbesondere unter dem Aspekt, dass bis 2015 auch in Deutschland fast jedes Handy ein Smartphone sein soll.

Denn dann hat jeder von uns einen kleinen, leistungsfähigen Computer in der Tasche, der sich via GPS bestens orten lässt – und das freut das Marketing:

Jeder, der „foursquare“ oder andere Location-Dienste nutzt, hat wahrscheinlich schon gemerkt, dass selten der Hinweis auf „attraktive Rabatt-Angebote in deiner Nähe!“ fehlt. Streuverluste werden minimiert und unser Spontanreflex zum Schnäppchenmachen aktiviert. Aber das ist heute. Wie wird es morgen aussehen?

Die Meldung unseres Standortes kann mit den Daten verknüpft werden, die es ohnehin schon bei Google oder Amazon über unsere Interessen oder unser Kaufverhalten gibt. Laufe ich dann beim Buchgroßmarkt vorbei, wird erkannt, dass ich das neue Leon-Kochbuch noch gar nicht gekauft habe. Prompt bekomme nur ich – individualisert also – eine SMS, die da sagt: „Bartelt, wenn du dich jetzt sofort dazu entscheidest, das neue Kochbuch bei uns zu kaufen, dann bekommst du – und nur du – 30% Rabatt!“. Könnte ich da noch widerstehen?

Es könnte auch für jeden Kunden steigende Staffelrabatte geben, je nachdem, wie oft er auf solche Angebote reagiert hat. Die technischen Möglichkeiten sind groß – und endlich scheint Werbung damit auch wieder an Akzeptanz zu gewinnen. Denn wenn sie uns nicht nervt, sondern einen Nutzen (nämlich Ersparnis) verspricht, dann sind wir ja durchaus bereit, solche Werbung dankbar als hilfreichen Hinweis zu sehen – und willkommen zu heißen.

Ohne Streuverluste ist der einzelne Konsument also künftig jederzeit nicht nur erreich- sondern auch aktivierbar. Ein Traum für’s Marketing… der zum Alptraum für uns werden könnte?

Die Zukunft des Marketing – Teil 1: Web 3.0

Das Web 2.0 hat uns vom reinen Konsumieren der Inhalte weggeführt hin zum Produzieren und Teilen von Inhalten (jeder kann content absondern und ihn auch verbreiten) und selbst das ist keine kommunikative Einbahnstrasse mehr, sondern dank der vielen Kommentarmöglichkeiten ein einfach zu führender Dialog.

Web 2.0 hat nicht nur unser Privatleben, sondern erst recht das Marketing und die Business-Welt richtig durchgeschüttelt. Die Verunsicherung, wie man damit denn nun umzugehen habe, ist in den Unternehmen immer noch groß, überzeugende Social Media Konzepte gibt es nur wenige. Daher die durchaus bange Frage: Was kommt nun als nächstes?

Technisch bewegen wir uns auf das sogenannte „Web 3.0“ zu, die „augmented reality“, was nichts anderes heißt, als dass wir mit unseren Smartphones in Zukunft mehr sehen werden als das, was da ist. Ein Beispiel:

 

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das erste Filmstudio die „Lola rennt“- Film-Tour für Berlin verkaufen wird… Doch auch jenseits touristischer Angebote gibt es eine Menge Einsatzmöglichkeiten:

 

Ist das wirklich die Zukunft? Nein, das ist schon längst die Realität. Smartphone-Besitzer können sich „layar“ runterladen, falls es nicht ohnehin schon Bestandteil des Smartphone-Angebotes ist:

 

Wie die Zukunft des Marketing aussehen könnte, das zeigt uns Keiichi Matsuda in seinen Video-Arbeiten:

Gut, das könnte jetzt leicht übertrieben wirken, aber nach dem layar-Video ist ja nix mehr auszuschliessen….

Augmented reality wird also nach und nach in unser Leben eindringen – und eines Tages wird unser Leben dann so aussehen (das Video ist in 3D – wer also noch eine alte 3D-Brille zuhause rumzuliegen hat, sollte sich dies auch unbedingt in 3D angucken! Alle anderen können von 3 auf 2D umschalten, ist aber nur der halbe Spaß!):

Die Zukunft sieht bunt aus – freut euch… 😉