Gib Gummi, sonst Puzzle!

Werbung mit Sex kann ja jeder, Werbung für Sex ist schon etwas anspruchsvoller, insbesondere wenn es halbwegs geschmackvoll sein soll (schlag nach bei Porno).

Anti-Aids-Kampagnen erinnern uns gerne daran, dass das Kondom schützt, aber diese Spots hier zeigen nun die grauenvollen Folgen, wenn keine Gummis zur Hand sind – da wird der flotte Dreier dann schnell zur freudlosen Puzzlerunde….

Bevor das kleine Stelldichein also in frustrierenden Handarbeiten endet,  lieber rechtzeitig beim Einkauf an die kleinen Lümmeltüten denken!

Pornfelder – und dann klappt es auch mit der Nachbarin…

Jaja, Sex sells….. alter Hut. Kann man geschmackvoll machen, aber letztendlich zählt doch nur eins: Aufmerksamkeit mit Sabber-Effekt. Wenn der gute Wein daher als Schlüpferstürmer beim Date eingesetzt werden soll, dann ist es doch naheliegend, ihn auch Pornfelder zu nennen….

Doch genug der Schlüpfrigkeiten, denn natürlich soll der Wein zum Hingucken und -hören animieren und polarisieren, aber der Ansatz dahinter ist ein ganz anderer:

Falls die Reeperbahn nun nicht die ganze Abfüllung aufkauft, dann lässt sich der gute Tropfen zum Beispiel noch über „Geile Weine“ (sic!) bestellen… Prost!

Virales Marketing auf den Punkt gebracht

Botschaften ansteckend machen – das ist das hehre Ziel hinter dem viralen Marketing. Klingt immer ganz einfach, ist aber ganz schön schwer, denn damit ein viraler Spot sich wirklich verbreitet und Erfolg hat, müssen einige Zutaten stimmen, wie ich in einem der kommenden Posts aufzeigen werde.

Just bin ich aber gerade über den wunderbaren Spot der Webguerillas gestolpert, der – ohne viele Worte darum zu machen – das Prinzip auf den Punkt bringt (und Sex sells ja immer):

Spürt ihr auch so ein Jucken…? 🙂

Kontakte schaden halt nur dem, der sie hat, wie ich ja schon an anderer Stelle ausgeführt habe – es geht stets um die Qualität und nicht um die Quantität. Demnächst mehr!

Sex sells? Von wegen…

Begleitend zu meinem Interview (nachzuhören hier) bei „2aufeins“ auf „radioeins“ möchte ich heute hier wieder das Thema ein wenig bebildern.

„Sex sells“? Nun, zumindest gehören Sex und Werbung sehr eng zusammen. Schon früh erkannten die Hersteller, dass mit der richtigen Prise Freizügigkeit zumindest die Aufmerksamkeit der (meist männlichen) Konsumenten gewonnen werden kann – was Ende des 19. Jahrhunderts auch mit mehr Absatz einherging. So verkaufte Pearl Tobacco schon 1871 seine Zigaretten in einer (für damaligen Verhältnisse) sexy Verpackung:

1885 zog W.Duke & Sons nach und fügte seinen Zigaretten-Verpackungen Sammelbilder mit erotischen Fotographien von Starlets bei – was sich durchaus großer Beliebtheit erfreute:

Und diese Anzeige für Seife warb mit dezent homoerotischen Untertönen:

Heute sieht das dann so aus:

Sex in der Werbung ist allgegenwärtig – aber wirkt, verkauft er auch? Nein, sagt die MediaAnalyzer Studie: Nackte Haut zieht zwar unsere Aufmerksamkeit auf das Plakat oder die Anzeige, aber dort bleibt sie dann auch. Der Absender wird kaum noch wahrgenommen. Bei dem mit Eye-Tracking durchgeführten Verfahren kam heraus, dass Männer sich zwar das Model ganz genau angucken, aber das Logo des Absenders nicht.

Frauen versuchen, den Blick auf die nackte Haut zu vermeiden. In beiden Fällen ist also nichts gewonnen – außer Aufmerksamkeit. Aber ob das reicht? Manche Dinge möchte man aber auch wirklich nicht sehen…

Sex in der Werbung muss dabei nicht immer mit der großen Nacktkeule kommen, es gibt auch Beispiele, in denen subtiler mit Erotik gespielt wird *räusper*:

Oder wie bei der legendären Calvin Klein-Kampagne, bei der uns die damals 15jährige Brooke Shields mitteilte, dass nichts zwischen ihr und ihrer CK-Jeans passe…

Heutzutage sind wir medial jedoch total oversexed. Nackte Haut? *gähn* Oben ohne? *alterhut* Alles wurde schon gezeigt, alles wurde schon gesehen – kein Wunder, dass auch die Werbung „härter“ wurde und mit „porn chic“ (wie man auch das lustig machen kann, ist hier nachzulesen) nachlegte:

Nun ja… für manche Branchen (Mode, Beauty usw) ist es nach wie vor wichtig, uns mit diesen Bildern klarzumachen, dass wir sexy und begehrenswert werden – aber ausschließlich mit ihren Produkten natürlich.

Sex wirkt jedoch am allerbesten, wenn er Spaß macht (ist ja wie im richtigen Leben) und daher sind Kampagnen, die Sex augenzwinkernd einsetzen, wesentlich erfolgreicher:

Oder was meint ihr?

Mehr sexy, lustige und ungewöhnliche Spots gibt es übrigens täglich auf Facebook in der „makketing“-Gruppe!