Wenn „Frauenversteher“ Werbung machen…

Es gibt – natürlich – nur ganz wenige Dinge, von denen Männer keine Ahnung haben. Das größte Geheimnis ist und bleibt für uns jedoch: die Frau. Nicht nur Schuhsucht, Dekorierungswahn und Mädelsabende mit Prosecco-Stößchen werden uns ein ewiges Mysterium bleiben, nein, auch sämtliche körperlichen Aspekte bleiben für uns….spooky und obskur.

„Frauenversteher“ ist daher aus Männersicht auch kein Lob, sondern kennzeichnet den Blender, der vorgibt zu verstehen, was mann gar nicht verstehen kann.

Doch was passiert nun, wenn Männer Werbung für Frauen-Produkte machen sollen? Unfähigkeit trifft auf Unkenntnis:

„Tampax is perfect for when tiny eggs come pouring out of my vagina, covered in blood, and I need something to scoop them up to put them back inside my body, so that I can have babies.“

Sorry, Jungs….

Jungs, es ist an der Zeit, zum Mann zu werden!

Wann wird ein Mann zum Mann? Bei der ersten Naßrasur? Der ersten Freundin? Dem Führerschein? Dem ersten eigenhändig ausgeweidetem Wild? Antworten gibt es viele, aber im makketing kann nur ein Produkt die Verheißung erfüllen,  dass wir Mann UND gutriechend sein werden können:

Danke, Forschung!

Aber die Mann-Werdung hat auch Folgen – und nicht nur schöne. So kann das nämliche Produkt auch tiefen Kummer und Schmerz auslösen:

Einmal eingesprüht und schon ist Muttis kleiner Liebling Beute in den Händen potentieller Schwiegertöchter – und Hand aufs Herz, liebe Muttis, die können es (sprich: alles) natürlich nie so gut machen wie die eigene Mutter selbst. Alles Schlampen außer Mutti…

Schön zu sehen, wie „Old Spice“ seit geraumer Zeit es schafft, aus der vermufften Ecke der 70er Jahre (und leider habe ich hier nicht den grandiosen Werbespot mit Ingrid Steeger  gefunden) herauszukommen und sich neu zu erfinden. Und das mit viel Humor.

Übrigens, liebe Männer, am 11. Mai ist Muttertag. Höchste Zeit, sich für das schwere Leid erkenntlich zu zeigen….

 

 

Wie man eine Stadionsitzschale an die Frau bringt….

Männern wird ja nachgesagt, dass sie nur allzu bereitwillig selbst noch den abstrusesten Wünschen ihrer Partnerinnen nachgeben, solange sie dafür ihre Ruhe haben können. Widerworte werden eh nicht geduldet, Diskussionen verliert man(n) nur, also lieber gleich alles brav abnicken. So hat ein holländisches Bekleidungsunternehmen schon vor Jahren erkannt, dass Frauen am meisten kaufen, wenn sie von ihren Männern begleitet werden, und mit der Einrichtung entsprechender „Männerparkplätze“ reagiert. IKEA Australien hat dann nachgezogen

Und umgekehrt? Mann kann wünschen, was er sich will, er muss sich erst durch lange Diskussionen kämpfen, bis sein Herzenswunsch (vielleicht) erfüllt wird. Ich verstehe gar nicht, warum sich die hier gezeigten Damen so gegen diese formschönen Sitzschalen wehren…. Männer legen sich aber desto mehr ins Zeug, umso höher der vermeintliche Gewinn ist:

Ein Paradebeispiel dafür, dass, wenn nur der Zusatznutzen stimmt, alles verkauft werden kann… auch Bier.

Echte Männer… spielen mit Lego

Bis heute sagt mein Vater – mit 100%iger Voraussagbarkeit – bei jedem Dessous-Geschäft, an dem wir vorbeilaufen: „Guck mal, ein Spielzeugladen für Männer…. hehe“.

Das könnte er nun demnächst auch sagen, wenn wir an einem Spielzeuggeschäft vorbeigehen – und damit recht haben, denn die Marketingabteilung der kleinen Klötzchenbauer hat eine neue Zielgruppe ausgemacht: Männer.

Was früher noch „Technic“ hieß, wird nun als „for men“ gebrandet, inklusiver eigener Website.  Also Kiddies, macht Platz, Papa spielt jetzt mit den Lego-Steinen… und baut Raupenbagger oder – ganz neu – einen Unimog. Aber erst, wenn er für Mutti die IKEA-Küche aufgebaut hat 😉

Und ich freue mich schon auf: Legoland for men!