Ich & du – Rendezvous!

Es gibt doch kaum etwas Intimeres, als jemanden ins Ohr zu krauchen…. und genau das machen wir jetzt schon seit einigen Monaten, Benjamin Lehmann und meine Wenigkeit, denn wir laden alle 14 Tage zum „Rendezvous unter’m Neonlicht“ ein.

In unserem ersten gemeinsamen Podcast (was bedeutet, dass noch weitere folgen werden) widmen wir uns dem Thema Jungsein in den 80ern in Westberlin, denn das ist unsere Zeit gewesen. 1980 wurde ich 14 und verbrachte meine prägenden, aufregenden Jahre als Teenager und später dann als Twen in dieser Mauerstadt. Benjamin, 12 Jahre jünger als ich, sieht diese Zeit aus seiner Perspektive als Kind, aber gemeinsam versuchen wir, unseren Hörern zu vermitteln, wie es sich angefühlt hat, damals, in einer Zeit vor Smartphone, Internet und Streamingdiensten, jung gewesen zu sein.

Gesammelt hier nun die acht ersten Episoden:

In Folge 8 sprechen wir über Barkultur & Cocktails:

Bei Spotify findet ihr eine Playlist mit der im Podcast erwähnten, saxophon-lastigen Softjazz-Musik. Davor hatten wir mit Sven Hirschmann einen Gast im Studio, mit dem wir uns über Mode in den 80ern unterhalten haben:

Unser ganzes Leben war damals analog, auch das Spielen:

In der Folge 5 haben wir uns das erste Mal mit Humor auseinandergesetzt: Antiwitze und Spontisprüche. Damals haben wir uns darüber abgerollt, aber heute? Hört selbst:

Zu dieser Folge gibt es weiterführend Videomaterial:

Passend zum Sommer haben wir uns über eines der größten Sehnsuchtsziele unserer Kindheit und Jugend unterhalten: Italien!

Wichtig war natürlich auch die Musik – Italo Disco! Bei Spotify gibt es dazu eine Playlist – und hier die wunderwunderbaren Videos:

In der dritten Folge ging es unter anderem ins Kino. Damals gab es viel mehr Kinos – und „ins Kino gehen“ hatte einen viel höheren Stellenwert, allein schon wegen des (qualitativ sehr) eingeschränkten Fernsehprogrammes:

Wie das Stadtleben damals aussah, könnt ihr hier nachverfolgen:

Folge Nummer 2 führte uns in die Mauerstadt Berlin: Wie hat sich das eigentlich angefühlt, ummauert in einer geteilten Stadt zu leben? Eigentlich ganz normal:

Auch zu dieser Folge gibt es begleitendes Bewegtbild:

Und bevor wir in die 80er starten konnten, mussten wir erst einmal raus aus den 70ern:

Und auch zu den rockigen 70ern gibt es eine Playlist. So sahen die 70er in Westberlin aus:

Das war sie unsere kleine Zeitreise ins Neonlicht. Aber sie ist noch lange nicht zuende, denn wir haben noch viele viele Ideen für weitere Folgen!

 

Scusa, isch bin eine Schublade….

Werbung liebt Stereotypen so sehr wie das Marketing generell dem Schubladendenken frönt. Selbst die lustigen Sinus-Milieus sind ja nichts anderes als – wenn auch hochdramatisch formulierte – recht grobe Einteilungen der Deutschen in soziologische Schichten.

Sei’s drum: In der Werbung tut es not, dass wir innerhalb von Bruchteilen von Sekunden uns zurecht finden im Setting eines Spots und da darf gar nicht großartig differenziert vorgegangen werden, sondern eben leichtverständlich platt. So ist es ja klar, dass Italiener allesamt Frauenhelden sind, die noch an Mamas Rockzipfel hängen und nichts außer Espresso trinken:

Toll, bei FIAT gibt es nun also immer die Familie mit dazu…. aber auch das Bild der Deutschen wird gerne ein wenig… nun ja… reduziert dargestelt:

Ich gestehe, ich musste mir den Clip mehrmals ansehen, um ihn in seiner gesamten Schönheit zu erkennen….

Doch all das reicht nicht an meinen alltime – everever – Klischee-Favoriten heran, einen Spot, der gut 30 Jahre auf dem Buckel hat, der aber einfach nichts an Stereotypen auslässt und alle Schubladen zieht:

Und ausnahmsweise konnte selbst McDonalds das nicht übertreffen (aber dicht dran sind sie schon…)

Fazit: Es lebe die Schublade – solange sie uns soviel Spaß bereitet!