2016 – alles auf Start!

3. Januar 2016 – noch halten die guten Vorsätze, mit denen man in das neue Jahr gestartet ist. Meiner lautet ja, im kommenden Jahr mindestens genauso oft zu Gast bei „Zweiaufeins“ im „radioeins„-Studio zu sein wie im letzten. Und daher fangen wir gleich heute einmal an:

„Start“ ist das Thema und was liegt da näher, als sich den „Startups“ zu widmen, die natürlich jede Menge Marketing benötigen. Ursprünglich wollte der geschätzte Redakteur Dave skurile Startup-Ideen bekommen, aber so skuril sind die ja gar nicht: Die merkwürdigsten Ideen gelingen und die am sichersten erscheinenden Konzepte scheitern fürchterlich. Letztendlich ist jede Idee so gut wie der Markt, der dafür vorhanden ist, bzw. sein sollte.

Manche gedachten Nischen entpuppen sich dann als ziemlich groß, wie das dänische Startup „Sprout“ gerade erfahren muss: Ein Bleistift, den man in die Erde stecken kann und dann wächst eine Pflanze daraus?

Ziemlich verrückte Idee, doch statt der erwarteten 5 – 10.000 Bleistifte verkauften sich in den ersten drei Monaten bereits 70.000 Stück. Mittlerweile sind große Unternehmen wie IKEA, Disney oder der Energiekonzern Enel auf sie aufmerksam geworden, so dass nun über 2,5 Millionen Stifte verkauft wurden. Keine Idee ist skuril genug, um nicht erfolgreich zu werden…

Doch was ist ein „Startup“ nun genau? Startups sind Gründungen, die sich in der ersten Phase des unternehmerischen Lebenszyklus befinden, also eine gute Idee und zumeist keine finanziellen Mittel haben. Wichtig ist dabei wirklich die Idee, die einen gewissen Grad an Innovation mit sich bringen sollte. Die Gründung einer normalen Currywurstbude zeichnet also noch kein Startup aus. Diese Idee sollte auch ein überdurchschnittlich hohes Wachstumspotential beinhalten, denn das wiederum lockt die Investoren an.

Zumeist ist in dieser Phase auch kein Geld für Marketing vorhanden, was ein wenig kontraproduktiv ist, denn wie erfährt die Welt von meinem tollen Produkt, wenn ich es ihr weder über Werbung mitteilen noch mir meinen Platz im Handel erkaufen kann? Einige Gründer setzen auf Mund-zu-Mund-Propaganda, doch diese lässt sich weder steuern noch kontrollieren – manche Idee starb so in Schönheit vor sich hin, denn wenn niemand weiß, dass es das Produkt gibt, kann es ja auch keiner weiterempfehlen. Auch Social Media winkt mit Verheißungen, aber sich heute in dem Dauerfeuerwerk auf Facebook, Twitter & Instagram durchzusetzen, bedarf immer höherer Investitionen – in Zeit und Geld und Manpower. Und bislang hat es kaum ein Produkt geschafft, ausschließlich mit Social-Media-Maßnahmen den Durchbruch zu schaffen: Den wenigen, denen es gelang (und die oftmals auch dadurch noch mehr Aufmerksamkeit erhielten), stehen hunderte entgegen, die es nicht geschafft haben (und über die niemand berichtet).

Doch was kann man dann tun? Öffentlichkeitsarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, frei nach dem Motto: „Wer gesehen werden will, muss sich bewegen.“ Gute Medienarbeit zählt genauso dazu, denn schließlich muss jede Tageszeitung, jeder Radiosender jeden Tag sein Medium mit neuen, interessanten Geschichten füllen. Oder man nimmt an TV-Spektakeln teil wie der „Höhle der Löwen“:

Bis zu 2 Millionen Zuschauer pro Folge hatten die bislang 2 Staffeln, 35 Deals wurden im Fernsehen abgeschlossen mit einem Gesamtinvestment-Volumen von 5 Millionen Euro. De facto sind jedoch 21 von diesen im Nachhinein geplatzt, lediglich ein Bruchteil der angekündigten Summen wurden tatsächlich investiert. Dennoch hat sich für sehr viele Teilnehmer der Auftritt bei den Löwen gerechnet, denn nach den Sendungen bekamen sie oftmals unzählige Anfragen von anderen Investoren und auch die Fernsehzuschauer wurden neugierig auf die Produkte. Jochen Schweizer hat auf der „Bits & Pretzels„-Konferenz erklärt, wo der Nutzen für die Startups liegt und warum nicht alle Deals wirklich zustande gekommen sind:

Mehr noch als für andere Unternehmen gilt für Startups die Prämisse im Marketing, möglich wenig zu streuen und so zielgenau wie möglich zu kommunizieren – und sich im Vorfeld darüber klar zu werden, wer denn eigentlich die Zielgruppe ist und wie man diese am besten erreichen kann. Diese Überlegungen sollten so früh wie möglich angestellt werden, denn der reine Fokus auf die Produktentwicklung führt oftmals am Markt vorbei.Und Märkte funktionieren ja wieder ganz nach ihren ganz eigenen Regeln….

 

Wie berät man Gründer richtig gut (und auch zertifiziert) ?

Viele beratende Berufe, z.B. Anwälte, Steuerberater und andere, begleiten Gründer und bewerten in diesem Zusammenhang auch die Businesspläne zu den jeweiligen Gründungen. Natürlich verfügen diese Berater über große Expertise – in ihrem jeweiligen Fachgebiet. Doch reicht es aus, einen Businessplan nur durch die rechtliche oder steuerrechtliche Brille zu betrachten? Kann ein Anwalt wirklich einschätzen, ob der Gründer ein richtiges Gefühl für seinen Markt und diesen ausreichend dargestellt hat? Oder ob die gewählten Marketingmaßnahmen zum Start der Unternehmung die richtigen sind? Ob die Gründerpersönlichkeit gefestigt genug ist? In der Regel können diese Berater das eher nicht.

Wie gut, dass es nun „cc4c“ gibt, Coaching Competence for Consultants, die den Brückenbau zwischen Beratung und Coaching vorantreiben wollen. Mein langjähriger Freund und Wegbegleiter Guido Neumann hat ein kleines Team von Experten um sich versammelt, um Beratern, die Businesspläne und deren Verfasser besser verstehen und bewerten wollen, an mehreren Seminartagen tiefergehende Einblicke in das Empowerment von Gründern, die Grundlagen des Coachingprozesses, Marketing, Controlling, Vertrieb, Marketing, Kommunikation und  – erwähnte ich es schon? – Marketing zu geben.

_MG_7921_1Neben dem sportlich-jungen Marketing-Experten und Guido Neumann (oben links) haben wir mit Stefanie Rätker (vorne) und Sanja Novak (hinten)  zwei nicht nur bezaubernde, sondern auch hochkompetente Damen im Team.

Am Ende der fünf Module steht die Prüfung zum „zertifizierten Gründungsberater“,die von  Prof. Dr. Sven Ripsas, Professor für Entrepreneurship an der Hochschule für Wirtschaft und Recht, durchgeführt wird.

Mehr Informationen gibt es auf der Website und direkt bei Guido Neumann.

So, das war nun einmal ein kleiner Beitrag in eigener Sache…

makketing-Talk, der Zweite: vom Geben und Zurückgeben

Nach dem schönen Start in die makketing-Talk-Saison im Oktober geht es nun nicht minder schön weiter: Am 14. November begrüße ich Maria Mpalaoura, mmpalaouraGründerin der sozialen Plattform domerang, über die ich schon im greenmakketing-Blog berichtet hatte.  Quasi als Vorglühen für die dann beginnende Gründerwoche werden wir uns über darüber unterhalten, was sie dazu bewegt hat, sich nach einem erfolgreichen Berufsleben in das Abenteuer „Gründung“ zu stürzen und welche Hindernisse einerseits und Glücksmomente andrerseits den Prozess begleitet haben.

Zweites Thema soll „social entrepreneurship“ sein: Ist die Zunahme sozial-orientierter Gründungen nur ein Zeitgeist-Hype oder tatsächlich ein Zeichen dafür, dass Wirtschaft neu gedacht wird?

Wie gehabt findet unser Talk im Kreuzberger „Limonadier“ statt, der wohl schönsten Bar diesseits der Spree, in der Nostitzstr. 12 /Ecke Gneisenaustr. Wir beginnen um 19.30h, die Tür öffnet sich ab 19.00h – und der Eintritt ist frei, so dass mehr glücklichmachende Drinks zu sich genommen werden können. Wir haben Platz für 40 Personen, daher empfiehlt sich die Tisch-Reservierung hier online,

Für alle, die domerang noch nicht kennen, folgt nun ein kleiner Einführungsfilm: