Neuer Alltag, neue Gewohnheiten, neue Bedürfnisse – wie geht es weiter nach Covid 19?

Wie in der letzten Folge schon angekündigt, verlässt die makketing Marketing Show ihren normalen Rahmen und widmet sich in einem Special nur einem einzigen Thema: der Covid 19-Krise. Wie werden sich Märke und das Marketing verändern, wie kann ich mich als Selbständiger oder Unternehmer/in auf die Zeit nach der Krise vorbereiten?

 

Ben sprach im Podcast vom „House of change“ und den verschiedenen Phasen. Hier ein Schaubild dazu:

Die Herausforderung besteht darin, auf die veränderten Gewohnheiten zu reagieren.

Normalerweise tun wir uns ja eher schwer damit, liebgewonnene Abläufe zu verändern, aber – wie Richard Thaler schon vor 10 Jahren in seinem Buch „Nudge“ schrieb –  es gibt immer einschneidende Ereignisse (Umzug, Jobwechsel, Trennung vom Partner, Geburt des Kindes usw.), zu denen wir offener dafür sind, unser Verhalten grundlegend zu verändern. Die Covid-Krise ist ohne Zweifel so ein Einschnitt, der bei vielen Konsumenten zu nachhaltigen und dauerhaften Änderungen in der Art und Weise, wie sie konsumieren, geführt hat. Es wäre falsch zu glauben, dass mit dem Ende der Krise diese neuen Gewohnheiten wieder abgelegt werden.

Auch die Werbung ist stark zurückgefahren worden, was wiederum die werbetreibenden Medien unter Druck setzt, auch hier wird sich eine bereits vorher bestehende Krise noch deutlich verschärfen. Anlässe zu kommunizieren, gibt es aber noch reichlich:

Eine der guten, starken Kampagnen, die bei mir Gänsehaut ausgelöst hat, ist die #alleswaswirlieben-Kampagne, denn hier stimmt einfach alles:

Es geht in der Werbung im Moment nicht um Marken und Produkte, sondern es geht um Menschen:

 

Allerdings: mit dem entsprechenden Pathos lassen sich auch hervorragend Burger verkaufen…

Die ohnehin schon arg gebeutelte Autoindustrie reagierte auch umgehend:

Und abschließend noch das Video zu den erwähnten „Stadtlichthelden„:

Los Wochos aber richtig

Ich bin natürlich für ausgleichende Gerechtigkeit: Ging es im letzten Post um Burger King, dann darf McDonalds selbstverständlich nicht zu kurz kommen….

Bislang wurden diese Thementeile werblich ja zumeist nur in den Filialen oder an den Besuchern inszeniert, in England jedoch wurde geklotzt und nicht gekleckert. Man vermcdonaldisierte gleich eine ganze Ortschaft:

Sieht man sich die drei Spots nacheinander an, dann merkt man den Witz in den Details und die liebevolle Umsetzung noch stärker – es stimmt alles. Und macht doch irgendwie mehr Spaß als das hier:

So, jetzt hab ich aber Hunger… ich muss los! 🙂

Ansoff für Fortgeschrittene

Wenn es um die Entwicklung von Produktstrategien geht, dann kommt man an Igor und seiner Ansoff-Matrix nicht vorbei. Marktdurchdringung, Produktentwicklung, Markterweiterung und Diversifikation – alle meine lieben Teilnehmer können ein Lied davon singen…. Und insbesondere die Diversifikation macht Freude, wird diese doch noch in horizontal, lateral, vertikal vor- und vertikal nachgelagert unterschieden (das freut den IHK-Prüfling erst recht!).

Um Licht ins das Theoriedunkel zu bringen, habe ich heute einen schönen Spot gefunden, der die vertikal nachgelagerte Diversifikation bebildert. Bei der geht es nämlich um Produkte zur Verwendung des eigentlichen Produktes. Also wenn man zum Beispiel einen fetten Burger essen möchte, aber im Moment keine Hand frei hat…

Wer das bis bislang noch nicht verstanden hat, dem dürfte es spätestens jetzt klar sein – danke, Burger King! 🙂