Der Tag geht, die Werbehelden kommen!

Früher war irgendwie alles mehr…. Lametta, Winter, Werbehelden. Wer hat uns nicht alles durch unsere Kindheit und Jugend begleitet: das HB-Männchen, das Duracell-Häschen, Frau Sommer von Jacobs-Krönung und Herr Kaiser von der Hamburg-Mannheimer, ganz zu schweigen von Onkel Dittmeyer.

Bei radioeins lautete das Thema nun „Meister“ und natürlich kamen die Herren von 2auf1 da auf Meister Proper und andere Werbehelden zu sprechen. Leider konnte ich nicht persönlich im Studio sein, zumal dies mein 50. Radio-Interview mit ihnen war. Aber im November nähert sich das fünfjährige Jubiläum, das wird dann gefeiert. Nachhören kann man das Gespräch wie immer hier:

Schon früh wurde mit Gestalten aus Märchen, Erzählungen und Legenden geworben, doch dass eine Werbefigur extra erfunden wurde, das geschah wohl erstmals 1820. Beim schottischen Wein-, Spirituosen- und Stoffhändler John Walker & Sons entwickelte sich der Special Blend Whiskey zum Verkaufsschlager und so wurde ein Grafiker beauftragt, eine passende Figur dazu zu entwickeln. Inspiriert von einem Kneipenschlager entstand so der berühmte Johnnie Walker:

Im Deutschen wurde aus dem Claim „Still going strong“ dann „Der Tag geht, Johnnie Walker kommt.“ Heute heißt es jedoch: „Keep Walking“ und vor einigen Jahren wurde einer meiner absoluten Spot-Favoriten präsentiert:

Schnittlos gedreht mit einer einzigen Einstellung… Doch auch in Sachen Storytelling beweist Johnnie Walker ein gutes Händchen – und daher möchte ich dieses kleinen Spot den geneigten Blog-Lesern nicht vorenthalten:

Eine der frühesten Werbefigur in Deutschland entstand 1892: Der „Bärenmarke“-Bär.

Zwei Fragen: Wieso der Bär in Verbindung mit Milch? Und was macht der Bär auf der Verpackung eigentlich?

1892 wurde die Berner-Alpen Milchgesellschaft gegründet und im Stadtwappen von Bern ist ein Bär zu sehen. So kam der Bär also zur Milch; 1905 eröffneten die Schweizer ein Milchwerk im Allgäu und seit 1912 gab es dann erstmal die Bärenmarke Kondensmilch, die zunächst in Apotheken verkauft wurde. Denn aufgrund des hohen Fettgehaltes von 10% galt sie als Stärkungsmittel und nicht als Kaffeeweißer.

Fragt man nun, was abgebildet ist auf der Verpackung, dann antworten viele: „Ein Bärchen, das Milch aus einem Eimer in eine Kanne schüttet“. So sehr kann Werbung unsere Erinnerung prägen…. denn zu sehen ist bis heute ein Bär, der sein Junges mit Milch füttert – wie schon vor 120 Jahren:

Die meisten von uns kennen jedoch eher das hier:

Die Liste der Werbefiguren lässt sich unbegrenzt fortsetzen: Vom Michelin-Männchen „Bibendum“ (1893) über den Erdal-Frosch (1903), das Camel-Dromedar (1913), den Sarotti-Mohr (1918) bis hin zu Lurchi, den Freimaurer-Salamander (1936) und heutigen Werbefiguren wie Dr. Best, der übrigens ein echter Professor für Zahnmedizin an der University von Chicago war. 1987 wurde Dr. James Best dort entdeckt und begann eine beachtliche Werbekarriere:

Kommen wir abschließend zu Meister Proper: Geschaffen 1958 als Mr.Clean bewarb er das gleichnamige Waschmittel von Procter & Gamble seit 1967 auch in Deutschland mit großem Erfolg. Schon 4 Jahre später wies er alle anderen Haushaltsreiniger in die Schranken und war lange Zeit Marktführer:

In den 90ern erlebte er eine Art ganz besonderer Renaissance – er wurde zur Kultfigur, der nicht nur mit den Fanta4 auf der Bühne stand, sondern der zudem 3 Technosongs unter „Meistermusik“ veröffentlichte und bei RTL Wigald Boning Rede und Antwort stand. Eine ganze Textilkollektion mit Meister-Proper-Motiven wurde auf den Markt geworfen; 10.000 Teile wurden verkauft, darunter allein 6.000 Paar Socken. Aber auch Duschvorhänge, Snowboards und vieles mehr.

Heute hingegen haben wir kaum noch richtige Werbefiguren und -helden. Vielleicht noch der Tech-Nick und der kleine Hunger, aber im Allgemeinen setzt die werbetreibende Branche lieber auf prominente Testimonials, die schnell funktionieren. Denn anders als früher, wo es nur zwei werbende TV-Kanäle gab und damit auch unsere Aufmerksamkeit viel leichter und ungeteilter zu erreichen war, müssen heute so viele Medienkanäle bespielt werden, dass der zeitintensive Aufbau eines Werbehelden kaum noch umsetzbar ist.

Unsere alten Helden jedoch bleiben unvergessen… wie Claudia Bertani!

 

 

Wie berät man Gründer richtig gut (und auch zertifiziert) ?

Viele beratende Berufe, z.B. Anwälte, Steuerberater und andere, begleiten Gründer und bewerten in diesem Zusammenhang auch die Businesspläne zu den jeweiligen Gründungen. Natürlich verfügen diese Berater über große Expertise – in ihrem jeweiligen Fachgebiet. Doch reicht es aus, einen Businessplan nur durch die rechtliche oder steuerrechtliche Brille zu betrachten? Kann ein Anwalt wirklich einschätzen, ob der Gründer ein richtiges Gefühl für seinen Markt und diesen ausreichend dargestellt hat? Oder ob die gewählten Marketingmaßnahmen zum Start der Unternehmung die richtigen sind? Ob die Gründerpersönlichkeit gefestigt genug ist? In der Regel können diese Berater das eher nicht.

Wie gut, dass es nun „cc4c“ gibt, Coaching Competence for Consultants, die den Brückenbau zwischen Beratung und Coaching vorantreiben wollen. Mein langjähriger Freund und Wegbegleiter Guido Neumann hat ein kleines Team von Experten um sich versammelt, um Beratern, die Businesspläne und deren Verfasser besser verstehen und bewerten wollen, an mehreren Seminartagen tiefergehende Einblicke in das Empowerment von Gründern, die Grundlagen des Coachingprozesses, Marketing, Controlling, Vertrieb, Marketing, Kommunikation und  – erwähnte ich es schon? – Marketing zu geben.

_MG_7921_1Neben dem sportlich-jungen Marketing-Experten und Guido Neumann (oben links) haben wir mit Stefanie Rätker (vorne) und Sanja Novak (hinten)  zwei nicht nur bezaubernde, sondern auch hochkompetente Damen im Team.

Am Ende der fünf Module steht die Prüfung zum „zertifizierten Gründungsberater“,die von  Prof. Dr. Sven Ripsas, Professor für Entrepreneurship an der Hochschule für Wirtschaft und Recht, durchgeführt wird.

Mehr Informationen gibt es auf der Website und direkt bei Guido Neumann.

So, das war nun einmal ein kleiner Beitrag in eigener Sache…