Wie mann sich fühlt, so riecht mann

…oder war das umgekehrt? Wie man riecht, so fühlt man sich? Egal, wer wissen will, was Geruchsbelästigung ist, der muss nur im Hochsommer mit der Berliner U-Bahn fahren. Gott sei Dank gibt es nun allerlei chemische Keulen – doch wie verkauft man die am besten, wenn doch letztendlich alle gleich sind. Die Langzeitwirkung ist ausgereizt (und ich habe bis heute nicht verstanden, worin der Nutzen liegt, wenn ein Deo 96 Stunden hält und wirkt – wer vier Tage lang nicht duscht, hat nichts in meiner näheren Umgebung verloren…). Und dass ein Supermarkt-Duft Frauen willig und gefügig macht, das glaubt doch heute auch niemand mehr außer pubertierenden 14jährigen.

Es muss mehr her! Die Duftspur, die man hinterlässt, soll die wildesten Assoziationen und die verruchtesten Phantasien wecken:

„How you feel, says it all.“ Müßte es nicht „how you stink“ heißen…äääh, „smell“?!

Ist natürlich schön erzählt und bestens umgesetzt, aber irgendwie kann man sich das doch mit dem Slogan in die Haare schmieren… stimmt!

Ich glaube, die Spots wollen gar nicht verkaufen. Das ist eher so ’ne Psycho-Masche: Wenn du dich gut fühlst, dann hast du eine gute Ausstrahlung, bessere Körperhaltung und so. Was für ein Deo du dann benutzt, ist doch völlig egal. Hauptsache, du benutzt eins.

 

 

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