Halloween wirft seinen langen Schatten voraus….

Grusel, grusel… in wenigen Tagen heißt es wieder „Süßes oder Saures!“ und sanfter Horror erfüllt die Straßen – nein, ich meine nicht die alljährlichen St.Martins-Umzüge, sondern: Halloween. Auch so ein Fest, das es früher (also als ich noch jung war) bei uns nicht gab, ebenso wie Junggesellinnen-Abschiede (formerly know as „Polterabend“).

Natürlich nehmen auch globale Unternehmen und Marken dieses heitere Fest zum Anlass, spooky Spots zu produzieren. Besonders gelungen ist dieses Jahr die Hommage eines beliebten Möbelkaufhauses an einen Filmklassiker – wer denkt hier nicht sofort: Redrum!?

Und auch ein beliebter Schokoriegel zeigt, dass ein bewährtes Rezept gut zu Halloween funktionieren kann:

…to be continued.

Gib Gummi, sonst Puzzle!

Werbung mit Sex kann ja jeder, Werbung für Sex ist schon etwas anspruchsvoller, insbesondere wenn es halbwegs geschmackvoll sein soll (schlag nach bei Porno).

Anti-Aids-Kampagnen erinnern uns gerne daran, dass das Kondom schützt, aber diese Spots hier zeigen nun die grauenvollen Folgen, wenn keine Gummis zur Hand sind – da wird der flotte Dreier dann schnell zur freudlosen Puzzlerunde….

Bevor das kleine Stelldichein also in frustrierenden Handarbeiten endet,  lieber rechtzeitig beim Einkauf an die kleinen Lümmeltüten denken!

I love advertising because I love lying

„We know the product is going to stink. We know that because we live in the world, and we know that everything stinks. We all believe, ‚Hey, maybe this one won’t stink.‘ We are a hopeful species. Stupid but hopeful. But we’re happy in that moment between the commercial and the purchase. And I think spending your life trying to dupe innocent people out of hard-won earnings to buy useless, low-quality, misrepresented items and services is an excellent use of your energy.“

Gut gebrüllt, Löwe, möchte man Jerry Seinfield zurufen, der seine Dankesrede bei den Clio-Awards dazu nutzte, kurz und knapp mit der Marketing-Industrie abzurechnen. Der Hofnarr hat seine Schuldigkeit getan…. Ob jemand davon aufgewacht ist? Ich fürchte nicht, denn noch heute würden wie 1991 (was Seinfield in seiner Rede erwähnt) gierige Marketeers auf die Bühne springen, um sich einen Clio zu schnappen. Solange nervige Werbung mit Preisen ausgezeichnet wird, wird es noch lange bei nerviger Werbung bleiben.

Es ist daher an der Zeit, Marketing endlich neu zu denken.

Gute Gründer, schlechte Gründer

Ach, es ist doch alles so einfach: Man verbringt ein paar Monate im Silicon Valley, lässt sich nen hippen Vollbart wachsen und schon weiß man, wie das funktioniert, das mit den Startups….

Wer sich von Yeah3000 angesprochen fühlt, ist da natürlich falsch, weil der ultracoole Axel Springer Verlag zwar schon so die irgendwie kreativen, aber dann doch nicht ganz so ausgeflippten Mitarbeiter sucht. Dafür haben sie aber auch wirklich kein Klischee (wen wundert’s) ausgelassen, das man heute mit Gründungen in Verbindung bringen kann.

Alles Mumpitz. Wahre Gründer sehen ganz anders aus. Sie sind mit Herzblut und Leidenschaft bei der Sache, beißen und boxen sich durch und glauben an ihre Idee – gegen alle Widerstände. „You’ll never sell a vacuum cleaner where you can see the dirt!“ durfte sich schon Herr Dyson sagen lassen…

Von den vielen Gründungen und Gründern, die ich begleiten darf, möchte ich an dieser Stelle eine ganz zauberhafte vorstellen:

Das Projekt sucht noch Fans und Unterstützer via Startnext; wer möchte, kann seine Begeisterung hier kundtun.

Manchmal ist eben leise mit feinem Humor einfach viel viel schöner als laut & haudrauf…