Es ist nicht alles Gold, was brummt

Goldfinger, the man with the Midas touch… *träller* Da bin ich nun wieder einmal zu Besuch im radioeins-Studio bei den goldigen Burschen von Zweiaufeins, um zu erklären, was an den Goldbären eigentlich so golden ist:

Gold wird aufgrund seiner Seltenheit einerseits und seines Glanzes andrerseits – es ist eines der wenigen farbigen Metalle – seit jeher als kostbar und wertvoll erachtet. Schon unsere Vorvorvorvorvorvorfahren haben es deshalb vor 7.000 Jahren in erster Linie für Schmuck und rituelle Gegenstände verwendet, seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. gab es dann die ersten Goldmünzen als Zahlungsmittel. Die Azteken verwendeten für Gold einen Begriff, der übersetzt „göttliches Exkrement“ bedeutete – und auch wir kennen heute noch die Redewendung „aus Scheiße Gold machen“.

Und da sind wir auch schon beim Marketing. Natürlich gibt es eine Vielzahl von Anbietern, die einerseits Vergoldung einsetzen, um ihrem Produkt die Kostbarkeit zu verleihen. Blattgold kann auf der anderen Seite auch unbedenklich verzehrt werden, es reichert sich nicht im Körper an und wird wieder ausgeschieden, daher findet man Gold auch auf der Currywurst oder im Likör – wie zum Beispiel im berühmten Danziger Goldwasser:

Das Gold soll hier – nach guter alter Alchimistenansicht – die Wirkkraft der Kräuter verstärken….

Es gibt aber Produkte, die sich nur den Begriff „Gold“ greifen, aber gar nicht gülden sind: der Goldbär zum Beispiel.

Haribo brachte den ersten Gummibären 1922 auf den Markt, damals noch als Tanzbär. Ein großer Erfolg; er wurde entweder einzeln oder in dekorativen Blechboxen verkauft. Zur Abgrenzung von anderen Gummibären wurde der Tanzbär in den 60er dann zum Goldbären, auch wenn die Bären bunt sind und höchsten gelb. Wörtlich betrachtet ist das aber noch nicht einmal gelogen, denn der indogermanische Wortstamm von „Gold“ lautet „ghel“ und bedeutet nichts anders als glänzend, gelb (Safran macht den Kuchen ghel…). Die gelben Goldbären sind also wirklich goldig….

Täglich werden übrigens 100 Millionen Goldbären produziert und nicht nur für Haribo ist das ein prächtiges Geschäft, sondern auch noch jemand ganz anderes verdient sich dabei seit Jahren eine goldene Supernase:

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