makketing spricht…. über Kaffee

„Der Kaffee muß heiß sein wie die Küsse eines Mädchens am ersten Tag, süß wie die Nächte in ihren Armen und schwarz wie die Flüche der Mutter, wenn sie es erfährt.“, lautet ein arabisches Sprichwort – dementsprechend naheliegend war es von der Redaktion von Zwei auf eins zum Thema „heiß“ mich als Kaffee-Experten einzuladen…äääh, als Marketing-Experten natürlich. Das radioeins-Interview lässt sich hier nachhören:

In Ergänzung zum Gespräch möchte ich hier nun tief in die Werbespot-Geschichte eintauchen und einige Goldbohnen der deutschen Kaffeewerbung wieder in Erinnerung bringen. Starten wir mit Tante Adele aus den 30ern…

Damals musste nicht nur die Qualität betont, sondern auch noch das richtige Kochen kommuniziert werden – eine Kunst wie sonst nur die Tee-Zeremonie. Die dann doch irgendwie berauschende Wirkung des Kaffees belegt dieser Spot:

Ach, die gute alte Zeit… als auch noch die Geschlechterrollen zumindest in der Kaffeewerbung in Ordnung waren….

Doch die Frau lernt schnell…dank Jacobs:

Und dann: die Emanzipation! The Empire strikes back! In Form des Kaffeekränzchens…:

Männer können’s einfach nicht. Und das obwohl der bekannteste Kaffeetrinker uns jahrelang terrorisiert hat:

Doch zurück zu Jacobs: Auch das Thema Demenz (wahrscheinlich aufgrund mangelnden Kaffeekonsums) wurden frühzeitig aufgenommen:

Aber egal, frau wird durch Kaffee erst zur Superwoman:

…und auch unsere Freunde und Helfer wollen sanft geküßt werden…:

Viele Kaffeemarken von früher sind mittlerweile verschwunden, auch unser Geschlechterverständnis hat sich in der Zwischenzeit verändert. Dennoch trinken die Deutschen von Jahr zu Jahr immer mehr Kaffee – nur zunehmend seltener im Rahmen eines Kaffeekränzchens und dafür immer häufiger „to go“:

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Hektische Betriebsamkeit ist angesagt, nur die Faulen können noch den Tag im Café verschwenden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Pappbecher wurde zum Statussymbol und der Kaffee zum schnellen Doping auf dem Weg zur Arbeit. Doch „to go“ ist ja so 2013, denn 2014 muss alles noch rasanter gehen…

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„Schneller, höher, weiter“ heißt die Devise, dabei sein ist schon lange nicht mehr alles. Der „Coffee to go“ ist quasi der Rollkoffer unter den Kaffees…

 

 

 

 

 

 

 

Vielleicht sollten wir uns doch wieder stärker auf die Kaffeehaus-Kultur besinnen, denn:

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Zu guter Letzt: Wer sich seinen Kaffee wirklich wieder selbst machen möchte, also inklusive Röstung und Mahlung, und das alles auch noch so fair wie nur möglich, dem sein ein Blick auf das Berliner Startup „Bonaverde“ empfohlen:

Ein Gedanke zu „makketing spricht…. über Kaffee

  1. Pingback: Twinkle, twinkle, little Starbucks | makketing

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