99 auf einen Streich

Natürlich spielen auch die Verpackung und die Artikelmenge eine große Rolle, wenn es um Profilierung und Positionierung eines Produktes am Markt und am POS (Point of Sale) geht. Beispielsweise Bier: Das praktisch mit einer Hand zu tragende Sixpack ist ja nur der Anfang, die lustige Elfer-Kiste nur das vorläufige Ende. Denn eine kleine Brauerei aus Austin hat sich Gedanken darüber gemacht, wie man das noch toppen könnte:

Großartige Idee… nur mit der Kühlung könnte es etwas schwierig werden… 🙂

 

makketing spricht…. über Kaffee

„Der Kaffee muß heiß sein wie die Küsse eines Mädchens am ersten Tag, süß wie die Nächte in ihren Armen und schwarz wie die Flüche der Mutter, wenn sie es erfährt.“, lautet ein arabisches Sprichwort – dementsprechend naheliegend war es von der Redaktion von Zwei auf eins zum Thema „heiß“ mich als Kaffee-Experten einzuladen…äääh, als Marketing-Experten natürlich. Das radioeins-Interview lässt sich hier nachhören:

In Ergänzung zum Gespräch möchte ich hier nun tief in die Werbespot-Geschichte eintauchen und einige Goldbohnen der deutschen Kaffeewerbung wieder in Erinnerung bringen. Starten wir mit Tante Adele aus den 30ern…

Damals musste nicht nur die Qualität betont, sondern auch noch das richtige Kochen kommuniziert werden – eine Kunst wie sonst nur die Tee-Zeremonie. Die dann doch irgendwie berauschende Wirkung des Kaffees belegt dieser Spot:

Ach, die gute alte Zeit… als auch noch die Geschlechterrollen zumindest in der Kaffeewerbung in Ordnung waren….

Doch die Frau lernt schnell…dank Jacobs:

Und dann: die Emanzipation! The Empire strikes back! In Form des Kaffeekränzchens…:

Männer können’s einfach nicht. Und das obwohl der bekannteste Kaffeetrinker uns jahrelang terrorisiert hat:

Doch zurück zu Jacobs: Auch das Thema Demenz (wahrscheinlich aufgrund mangelnden Kaffeekonsums) wurden frühzeitig aufgenommen:

Aber egal, frau wird durch Kaffee erst zur Superwoman:

…und auch unsere Freunde und Helfer wollen sanft geküßt werden…:

Viele Kaffeemarken von früher sind mittlerweile verschwunden, auch unser Geschlechterverständnis hat sich in der Zwischenzeit verändert. Dennoch trinken die Deutschen von Jahr zu Jahr immer mehr Kaffee – nur zunehmend seltener im Rahmen eines Kaffeekränzchens und dafür immer häufiger „to go“:

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Hektische Betriebsamkeit ist angesagt, nur die Faulen können noch den Tag im Café verschwenden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Pappbecher wurde zum Statussymbol und der Kaffee zum schnellen Doping auf dem Weg zur Arbeit. Doch „to go“ ist ja so 2013, denn 2014 muss alles noch rasanter gehen…

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„Schneller, höher, weiter“ heißt die Devise, dabei sein ist schon lange nicht mehr alles. Der „Coffee to go“ ist quasi der Rollkoffer unter den Kaffees…

 

 

 

 

 

 

 

Vielleicht sollten wir uns doch wieder stärker auf die Kaffeehaus-Kultur besinnen, denn:

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Zu guter Letzt: Wer sich seinen Kaffee wirklich wieder selbst machen möchte, also inklusive Röstung und Mahlung, und das alles auch noch so fair wie nur möglich, dem sein ein Blick auf das Berliner Startup „Bonaverde“ empfohlen:

Pornfelder – und dann klappt es auch mit der Nachbarin…

Jaja, Sex sells….. alter Hut. Kann man geschmackvoll machen, aber letztendlich zählt doch nur eins: Aufmerksamkeit mit Sabber-Effekt. Wenn der gute Wein daher als Schlüpferstürmer beim Date eingesetzt werden soll, dann ist es doch naheliegend, ihn auch Pornfelder zu nennen….

Doch genug der Schlüpfrigkeiten, denn natürlich soll der Wein zum Hingucken und -hören animieren und polarisieren, aber der Ansatz dahinter ist ein ganz anderer:

Falls die Reeperbahn nun nicht die ganze Abfüllung aufkauft, dann lässt sich der gute Tropfen zum Beispiel noch über „Geile Weine“ (sic!) bestellen… Prost!

Green Marketing by makketing

makketing kann mal lesen (hier im Blog) oder  hören (regelmäßig auf radioeins) und nun kann man makketing auch sehen: Auf der Learning Plattform diplomero sind seit gestern 9 Lektionen &  ein Interview zum Thema „Green Marketing“  online. Was  ist das eigentlich, „Green Marketing“?

Wer Lust auf mehr bekommen hat, kann sich natürlich den Rest des Kurses ansehen. Parallel dazu finden sich viele Beispiele im green makketing – Blog.

Und wer sich wirklich ganz doll dafür interessiert und schnell ist, der kann sich einen 50%-Rabatt-Gutschein auf den ganzen Kurs sichern, wenn er diesen Beitrag hier auf makketing kommentiert. Die ersten 3 Einträge erhalten den Gutschein! (…mal ein bißchen Marketing in eigener Sache… 🙂 )

Wie wir zum Kaufvieh wurden…

Wann ging es eigentlich damit los, dass wir als Käufer immer stärker in den Fokus der Produzenten und Marketing-Manager gerieten? Wer sind die Männer, die uns zum ständigen Ausgeben unserer hart verdienten Penunzen verführen? Und wie funktioniert das eigentlich alles?

Diesen Fragen ist Jacques Peretti nachgegangen und herausgekommen ist eine sehr sehenswerte BBC-Dokumentation, die sich u.a. gleich in der ersten Folge ausführlich dem Thema „Obsoleszenz“ widmet. Leider komplett in englisch, trotzdem gut und leicht verständlich:

Auf YouTube tauchen die Videos immer wieder mal auf und verschwinden dann recht schnell, daher diesmal der Weg über dailymotion….

 

 

Wozu braucht man Schalldämpfer in der Wüste?

Die amerikanische Wüste…. unendliche Weiten… die man spätestens seit Walter White zu lieben gelernt hat: Man kann da brüllen, schreien, Dealer erschiessen – und niemand hört einen. Toll.

Der folgende Spot (für Schalldämpfer) ist tootaal plausibel – nur: Warum benötigt man einen Schalldämpfer in der Wüste?

Grundsätzlich aber eine schöne Idee, dass Mad Max Johnny seine Waffe nicht mehr auf Menschen, sondern auf Drohnen richtet, zum Schutze unserer Privatheit. Doch hoffentlich macht das nicht Schule, sonst könnte der nächste Spaziergang über das Tempelhofer Feld gefährlich werden….