Begrabt mich in einer McDonaldstüte!

Marken machen uns zu Fans, wir lieben sie, sie geben uns Identität, wir ziehen sie wie Kleidungsstücke an – und manche lassen sich auch in ihnen beerdigen.

Karen Lloyd liebte Kaffee und zwar den von der britischen Kaffeekette Costa. Als sie nun an Brustkrebs verstarb, entschieden sich die Hinterbliebenen dafür, ihren Sarg zu branden und ihr die ewige Ruhe in ihrer Lieblingsmarke (und mit ihrer Standardbestellung: „one shot, extra hot skinny latte“) zu ermöglichen. Auch der Pfarrer hat nichts dagegen:

„She was a loving mum to her two sons Harry and Eddie. And of course there was Costa, shopping, Costa, shopping and I forgot to say, Costa and shopping.“ (Quelle)

Das eröffnet natürlich dem Marketing komplett neue Möglichkeiten, z.B. erhält der Begriff „Treuebonus“ eine ganz neue Bedeutung: Wer sein kleines Stempelbuch immer schön gepflegt hat, bekommt nach 6.000 Stempeln dann auch den Sarg geschenkt.

Auch die Kosten einer Beerdigung können mit dann zukünftig vom Markensponsor übernommen werden – selbstredend abhängig von der Anzahl der Trauergäste, denn es zählen ja die Kontakte…

Markentreue geht eben über den Tod hinaus – und es mag für manche Fans nun geschmacklos sein, in diesem Zusammenhang über „Beerdigung“ zu sprechen, aber der HSV (hihi) bietet seinen Fans schon länger einen wundervollen Beerdigungsservice an: HSV forever and ever:

Das „Grabfeld HSV“ auf dem Friedhof Altona ist einem Stadion nachempfunden: Am Eingang steht ein Fußball-Tor aus Beton, die Grabstellen sind traversenartig in Halbkreisen angelegt. Es gibt unterschiedliche Grabstätten. Sowohl die Beisetzung von Särgen als auch von Urnen sind auf dieser Grabfläche möglich. Die Gräber müssen alle von einem Friedhofsgärtner über die Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hamburger Friedhofsgärtner GmbH gepflegt werden. Die HSV – Beerdigung wird nach den Wünschen und Vorstellungen unserer Kunden ausgerichtet. (Quelle)

Ich grübele nun schon die ganze Zeit nach, welche Marke mich begleiten soll, aber so ein Sarg in Saitenbacher-Müsliriegel-Form wäre doch schon ein Statement, oder? 🙂

Frühling läßt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte…

Gut, der Valentinstag ist nun schon wieder vorbei und alle Floristen zählen ihre Münzlein, aaaber, meine lieben Herren, die Herzensdamen freuen sich auch an den anderen 364 Tagen des Jahres über Blumen (und nicht immer nur dann, wenn man wieder was ausgefressen hat).

Doch was, wenn man noch als Single sein Dasein fristet? Keine Sorge, der Winter neigt sich seinem Ende entgegen, der Frühling lässt sich schon erahnen, die Säfte sprießen… und damit wir die große Liebe nicht aus Versehen einfach dahinziehen lassen, sollte folgende Idee dauerhaft Schule machen:

Jetzt kann er kommen, der Prinz…  🙂

Und, wer guckt heut noch Werbung?

Der Kampf um die Aufmerksamkeit nimmt immer merkwürdigere Formen an: Alle Welt fieberte dem Superbowl entgegen – und das nicht mehr wegen des Spiels, sondern angeblich wegen der Werbeblöcke. Unternehmen, die in die bis zu 4 Millionen Dollar (für einen 30-Sekünder) teuren Werbeplätze investierten, stellten schon Wochen vorher Teaser, Trailer und Making-Ofs ihrer Spots ins Internet, um den Hype noch ordentlich zu befeuern – denn schließlich musste sich der invest ja lohnen.

Und? Ging die Rechnung auf? Guckten auch alle?

Es ist in der Tat zu befürchten, dass die teuer erkauften Kontakte in der Werbepause…, nun, …. besseres zu tun haben und der Hype in der Social Media Welt eher funktioniert als in den klassischen Medien. Nur: Muss man dafür 4 Millionen Dollar zahlen?