Scusa, isch bin eine Schublade….

Werbung liebt Stereotypen so sehr wie das Marketing generell dem Schubladendenken frönt. Selbst die lustigen Sinus-Milieus sind ja nichts anderes als – wenn auch hochdramatisch formulierte – recht grobe Einteilungen der Deutschen in soziologische Schichten.

Sei’s drum: In der Werbung tut es not, dass wir innerhalb von Bruchteilen von Sekunden uns zurecht finden im Setting eines Spots und da darf gar nicht großartig differenziert vorgegangen werden, sondern eben leichtverständlich platt. So ist es ja klar, dass Italiener allesamt Frauenhelden sind, die noch an Mamas Rockzipfel hängen und nichts außer Espresso trinken:

Toll, bei FIAT gibt es nun also immer die Familie mit dazu…. aber auch das Bild der Deutschen wird gerne ein wenig… nun ja… reduziert dargestelt:

Ich gestehe, ich musste mir den Clip mehrmals ansehen, um ihn in seiner gesamten Schönheit zu erkennen….

Doch all das reicht nicht an meinen alltime – everever – Klischee-Favoriten heran, einen Spot, der gut 30 Jahre auf dem Buckel hat, der aber einfach nichts an Stereotypen auslässt und alle Schubladen zieht:

Und ausnahmsweise konnte selbst McDonalds das nicht übertreffen (aber dicht dran sind sie schon…)

Fazit: Es lebe die Schublade – solange sie uns soviel Spaß bereitet!