Lies mich – sonst bin ich weg

Lesen als Erpressung, aber was soll denn so ein armer Autor heutzutage auch machen? Die Menschen kaufen (noch) Bücher um Bücher – und stellen sie dann halbgelesen in den Schrank!! Un-vor-stell-bar!!

Zeit, die Daumenschrauben beim Leser anzuziehen: mit einem Buch, dessen Text sich nach und nach auflöst, bis er nach 60 Tagen komplett verschwunden ist:

Was bleibt, ist immerhin noch ein schickes Notizbuch….

Letztendlich: Alle Literatur ist flüchtig und nur wenige ganz große Bücher überleben die Generationen. Doch auch das Medium Buch steht unter Druck, denn Haptik alleine reicht nicht aus. Das ebook, das weniger Platz wegnimmt, Multimedialität bieten kann und zum social reading einlädt, liefert nämlich eine Antwort auf diese Flüchtigkeit: Bücher (insbesondere Sachbücher) können immer wieder aktualisiert werden und bringen den Besitzer so auf den stets neuesten Stand.

Dieser kleine, feine Marketing-Gag, denn nichts anderes als das ist es nämlich (außer der ersten Auflage, die hauptsächlich verschenkt wurde, wurde keines dieser Bücher verkauft – trotz hoher Nachfrage), regt zum Nachdenken über Bücher und Literatur gestern, heute und morgen an. Beides wird im Zeitalter der Digitalisierung nicht sterben, aber sich den neuen Techniken und Gewohnheiten anpassen müssen.

Meine Lieblingsbücher habe ich übrigens alle mehrmals gelesen – mit fliehender Tinte unvorstellbar… und was würden die Bibliotheken machen, wenn alle Bücher nur noch zwei Monate halten würden?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s