Das Happy Hipperium schlägt zurück

Ostersonntag, 2aufeins @ radioeins, Thema „Ei“ – und auch ich konnte aus makketing-Sicht etwas dazu beitragen, denn das Ü-Ei zählt zu den 43 internationalen Marken, die mehr als 1 Milliarde € Umsatz machen – jährlich (Nachzuhören ist das Interview hier).

Angefangen hat es, als Michele Ferrero 1974 auf die Idee kam, Spielzeug in kleine Schokoeier zu verpacken… ursprünglich nur zu Ostern geplant, gab es die Überraschungseier dann bald schon das ganze Jahr über – seit 2006 auch in der Sommer-Variante „Joy“ (Ferrero ist heute übrigens der reichste Mann Italiens mit einem geschätzten Vermögen von 19 Milliarden Euro)

Zum großen Erfolg der Eier trugen die Schlümpfe bei, die als erste Sammelserie auf den Markt kamen, gefolgt von vielen Disney-Figuren. Gerade diese Lizenz-Produkte sprachen das Sammel-Gen nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei den Erwachsenen an, so dass 1991 der erste Katalog mit allen Figuren und den entsprechenden Sammlerpreisen erschien.

Teuerstes Sammelobjekt ist im Moment der Nachtwächterschlumpf, der für ungefähr 12.000 € gehandelt wird.

Die Figuren der ersten Serien waren in der Tat alle handbemalt – und  Fehler in der Bemalung oder aber auch die Verwendung von blauen Rohlingen und weißer Bemalung machen den Seltenheitswert aus. Solche Summen rufen selbstverständlich auch Fälscher auf’s Parkett – also: Augen auf beim Schlumpfkauf!

Lizenzen kosten Geld, daher ging Ferrero in den 90ern dazu über, seine eigenen Figuren zu erschaffen: Happy Hippos, Crazy Crocos, Drolly Dinos und so weiter – ganz verzichtet haben sie jedoch nie auf die Lizenzprodukte. Sehr zum Ärger vieler Sammler, die nicht jede Lizenz gut finden – viel Unmut gab es zum Beispiel bei der Spongebob-Edition, die viele der Kollektoren zu kindisch fanden (?!).

Überraschungseier gibt es in über 60 Ländern – nur in den Vereinigten Staaten nicht, denn dort hat die FDA ein Verbot erwirkt, da die Kombination von Spielzeug und Schokolade als für Kinder gefährlich eingestuft wurde. Der Import ist verboten – und sollten Touristen beim „Einschmuggeln“ erwischt werden, so werden 300 $ Strafe fällig. Dennoch gibt es Ü-Eier auch in den USA – Ebay sei Dank! Allerdings kostet der Spaß dann auch schnell stolze 3 – 4 $ pro Ei…

Abschließend noch ein Lizenz-/Eigenprodukt-Mix aus dem Jahre 2002, da schlug nämlich das Hipperium zurück:

Ein Gedanke zu „Das Happy Hipperium schlägt zurück

  1. Pingback: makketing spricht… über Überraschungseier | talketing

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