Wie Werbung in unser Leben dringt…

Kein Aprilscherz, auch heute bin ich wieder auf radioeins zu hören (nachzuhören ist das Interview wie immer hier) und diesmal bereite ich das Thema ausnahmsweise nicht nach, sondern vor. Denn da es um Ambient Media geht, also darum, wie die Werbung immer häufiger versucht, in unser Leben einzudringen, dann kann man zwar viel darüber reden, aber so wenig sehen (zumindest im Radio). Parallel zum Hören gibt es hier nun also was auf die Augen.

Wir haben heutzutage gute Antikörper gegen nervige Werbung entwickelt – im Fernsehen zappen wir weg, wenn der Werbeblock kommt, im Radio hören wir nicht hin, in der Zeitung überblättern wir die Anzeigen – wir sind hervorragende Werbevermeidungsstrategen.

Die Aufgabe für Unternehmen und Agenturen lautet also: Wie können diese Abwehrkräfte unterlaufen werden? Ganz einfach: Indem man die Zielpersonen dort bewirbt, wo sie es gar nicht erwarten – und dementsprechend auch große Aufmerksamkeit bekommt. Zum Beispiel auf der Herrentoilette, direkt am Pinkelbecken. Nach links und rechts gucken macht sich ja selten so richtig gut, also geht unser Blick geradeaus – und trifft auf kleine Werbeplakate (bevorzugt für Harndrangpräparate…). Bei Damen gibt es das Pendant dazu dann an den Innenseiten der Kabinentüren, schön auf Sitzhöhe…

Auf Toiletten lässt sich aber auch kreativer werben:

Bleiben wir beim Stillen Örtchen, denn dort finden wir eine weitere Form der Werbemöglichkeit: Papierhandtücher:

Ob das wirkt?

Vom Menschen zum Tier, denn mit Ambient Media erreiche ich auch meine avisierte Zielgruppe viel genauer. Wer braucht schon Hundekotbeutel – außer Hundebesitzer? Wenn ich diese nun erreichen möchte, dann drucke ich meine Botschaft einfach direkt auf die Beutel – wie „Happy Dog„:

„Alles im Lot mit weniger Kot“ – dafür hat der Texter einen Preis verdient….

Ambient macht vor nichts halt. Die klassische Kotztüte wurde früher im besten Falle vom Logo der Fluggesellschaft geziert, heute sehen die so aus:

German Wings nutzt dieses Medium aber auch, um den Wettbewerbern eins auszuwischen:

Ambient Marketing dringt in unser tägliches Leben ein und überrascht uns – wie beispielsweise diese schöne Idee aus der Stadt des Regens: Rainvertising in Hamburg…

Durch die virale Verteilung via YouTube erreicht diese eigentlich lokal begrenzte Werbeform natürlich noch mehr Aufmerksamkeit…

Zu guter Letzt gilt auch die normale Tragetüte als ambient, denn oftmals tragen wir mehr als nur das Logo spazieren – beim Seifenmacher „Lush“ sind es die Glaubenssätze, die wir zur Schau tragen:

Doch auch Tüten können noch mehr Aufmerksamkeit erregen – wenn sie lächeln wie die Joupi-Bag:

Ambient Marketing findet also häufig im öffentlichen Raum statt, oftmals auch unter Einbeziehung der unmittelbaren Umgebung, wie die folgenden Beispiele zeigen:

Noch mehr zum Thema Ambient, virales und Guerilla-Marketing kann man übrigens im talketing-Blog finden – viel Spaß dabei!

Ein Gedanke zu „Wie Werbung in unser Leben dringt…

  1. Pingback: makketing spricht… über Ambient Marketing | talketing

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