„Doodle unplugged“ – die Zukunft liegt in der Vergangenheit

Gott, da machen wir uns alle so sehr einen Kopf um Apps und Facebook-Anbindungen und Google+-Addons, dass wir ja fast schon vergessen haben, wie es früher funktionierte – so ganz ohne social media dingsbums.

Ja, liebe Nachgeborenen, man konnte sich damals in den 80er auch ohne Doodle verabreden – und für uns „Silver Surfer“ gibt es nun endlich „Doodle unplugged“:

 

Einfach anklicken, pdf ausdrucken – und schon stellt sich das schöne „old school feeling“ wieder ein…. Genial!

quergelesen 4

Was hat sich so in den Schwesternblogs getan?

Bei „talketing“ haben ging es um „Mariä Schwangerschaftstest„, halbnackte Models in Paris und darum, wie ein russischer Gastronom auf den Frosch gekommen ist. Ambient Media dient dazu, den Kunden wissender zu machen und am Beispiel „Smartphones“ zeige ich auf, dass Nutzenkommunikation mehr Spaß macht als Leistungskommunikation.

Im „greenmakketing„-Blog stand der 1. Club-Mob ebenso im Mittelpunkt des Interesses wie das Thema „green placement“ am Beispiel von Fedex und mythisch grüne Tradition. Co-Autor Keyvi hingegen ging ins Ballett und machte sich Gedanken zur Nachhaltigkeit.

makketing wäre aber nicht makketing ohne ihn 🙂

Endlich: You’ve got smell!

Und – wie riecht Ihre Email denn so? „Twitter stinkt“ bekommt auch eine völlig neue Bedeutung, wenn man erst einmal „Olly“ angeschlossen hat, „the web connected smelly robot“.

Jedes Mal, wenn eine Email (künftig dann Esmell) eintrifft, kündigt ein mehr oder weniger dezenter Duft an, dass es an der Zeit ist, den Posteingang zu checken… und wem ein Duft zu wenig ist, der kann Olly auch stapeln und so ein ganzes Bukett von Wohlgerüchen kreieren! Dufte, wa?

Unendliche Möglichkeiten werden sich für das Marketing auftun: Amazon wird Olly verschenken und dann bei jedem Besuch auf ihrer Website zarten Lavendelduft verströmen, der ja bekanntlich die Kaufbereitschaft weckt. Oder der leidenschaftliche Odeur nach Schweiß und Pheromonen, wenn man bei Youporn unterwegs ist. Oder der Geruch nach nassem Hund für Tierfreunde… Ich freu mich!

Nun gut, ganz neu ist das ja nicht, früher gab es schon einmal Geruchskino. Da musste der Zuschauer dann an bestimmten Stellen im Film kleine Duftfelder freirubbeln – hat sich irgendwie nie richtig durchgesetzt… Aber jetzt ist 2012 und der Fortschritt ist auf unserer Seite! Aber was kommt als nächstes? Ich hätte da einen Vorschlag:

Das App-Book – Zukunft des Buches?

E-Book hin oder her, ich glaube, dass wir auch in Zukunft noch Bücher lesen werden – nur: Wie werden diese Bücher aussehen?

Ich habe ja bereits angeschnitten, wie man die Generation 2.0 zum Lesen bekommt und wie bereits die ersten Kinderbücher augmented reality nutzen, um schon die Kleinsten auf die Zukunft vorzubereiten, doch nun gibt es ein spannendes Projekt, dass einen weiteren Hybriden vorstellt, das App-Book:

Die App ist übrigens kostenlos im App-Store downloadbar und zeigt auch ohne Buch, wie sich spannende Inhalte multimedial darstellen lassen. Letztendlich sollen eines Tages E-Books genau das leisten können – mehr als nur ein einfaches Buch sein und in klickbare Tiefen entführen. Super wird das dann für’s Marketing: Wenn im Buch sich ein Protagonist eine Cola öffnet, dann ist Cola-Spot klickbar (und geht hoffentlich nicht als Pop-Up auf…). Vielleicht werden Autoren in Zukunft auch gleich von Unternehmen gesponsert, wenn er deren Produkte in die Geschichte einbaut und diese im E-Book dann Klicks auf die Unternehmensseiten generieren…

Nur: Wie werden wir dann noch lesen? Und wie lange brauchen wir für ein Buch, wenn auf jeder Seite Filmausschnitte, interaktive Spielereien und Audio-Dateien uns ablenken? Können nachfolgende Generationen dann überhaupt noch die Aufmerksamkeit und die Zeit für einen langen Text aufbringen? Oder downloaden wir uns irgendwann ohnehin nur noch einzelne Kapitel als Lesehäppchen?

Bücher werden bestimmt (so schnell) nicht aussterben, aber sie werden nach und nach verschwinden, so wie die Plattensammlungen verschwunden sind, die CD-Regale oder auch die VHS-Filmsammlung und demnächst die DVD-Sammlung. Irgendwann eines Tages haben wir dann nur noch einen Ipod für die Musik, einen Kindle für die Bücher und ein Tablet für die Filme im Regal zu stehen…. schöne neue Welt?

Social Marketing – Spenden sammeln mit Erfolg

Ob Fundraising oder Spenden sammeln mit der Sammelbüchse – die Geldbörsen öffnen sich meist nur widerwillig – und das, obwohl viele Organisationen auf Spenden angewiesen sind.

Aber Hand auf’s Herz: Schreckt diese klappernde Spendenbüchse nicht schon beim bloßen Anblick ab?  Vor diesem Problem stand auch die Organisation „Un techo para mi pais“ (Ein Dach für mein Land), die aus den gesammelten Geldern den Ärmsten des Landes stabile Häuser bauen. Wie sollte man bloß die Herzen und die Portemonnaies der Peruaner öffnen?

Es ist weniger die Technik als vielmehr der Humor, der hinter dieser Idee steckt und damit auch die Nutzer begeistert und zum Spenden animiert. Denn ein wenig Platz ist noch in jedem Herzen zu finden…

Es gilt eben auch im Social Marketing: Ideen sind gefragt. Gute Ideen…

In Zungen sprechen… Marketing & Religion

„Weißer Mann spricht mit gespaltener Zunge“ rumort es in meiner Erinnerung, wenn ich an die Western meiner Kindheit denke – ansonsten habe ich mit Zunge ja nicht soviel zu tun (zumindest nicht in kulinarischer Hinsicht). „In Zungen reden“ hingegen hat einen neutestamentarischen Ursprung; die Jünger sprachen an Pfingsten derart, nachdem der Heilige Geist in sie gefahren war.

Wörtlich genommen ist es nun die Grundlage für einen herrlichen Spot:

 

Zufall? Eher nicht, auch das Produkt“ibabel“ hat ja einen biblischen Bezug – denn ohne den legendären wie dilettantischen Turmbau-Versuch hätten wir heute keine Gebabbel… Marketing und Religion hängen eben doch enger miteinander zusammen als man denkt… 🙂