radioeins: Mit Volker Düspohl beim community camp Berlin #ccb11

Die Wogen haben sich längst geglättet – und doch blieb die spannende Frage, was da eigentlich hinter den Kulissen ablief, als radioeins vor einigen Wochen sein Programm renovierte und erst spät auf die darauf entstandene Kritik reagierte (hier nachzulesen).

Beim diesjährigen Community Camp in Berlin hatte ich nun die große Ehre und das noch größere Vergnügen, Volker Düspohl dazu befragen zu können. Volker ist verantwortlich für die online-Aktivitäten bei radioeins und somit auch der ideale Ansprechpartner als Community-Manager.

radioeins & makketing beim ccb11

Wie beinahe schon zu erwarten war, gab es eine Verkettung vieler Umstände (Murphy lässt grüssen…): Mit einer solchen heftigen Reaktion war nicht gerechnet worden, ein Mitarbeiter war erkrankt, ein weiterer hatte alle Hände damit zu tun, das neue on-air-System einzuführen, so dass man in der Tat erst nach zwei Tagen verblüfft feststellte, was da bei Facebook & Twitter los war.

Da half dann auch die Entschuldigung nicht mehr, die Düspohl ohnehin als zu defensiv empfindet. Denn – allem geäußerten Unmut zum Trotz – es gab kaum mehr Abmeldungen von der Facebook-Seite als sonst. Neuerungen bringen immer Kritik, überraschend waren für radioeins allerdings zwei Punkte: die Heftigkeit der „enttäuschten Liebe“ und dass die Selbstregulierung nicht griff. Normalerweise werden Kritiken gegen etwas von den Befürwortern unter den aktiven Usern gekontert, so dass der Community-Manager selbst kaum eingreifen muss. Dieser Prozess setzte diesmal zunächst aus, bzw. erst wesentlich später ein.

Volker Düspohl

Was würde man nun bei radioeins anders machen nach dieser Erfahrung? Klar ist, dass eine solche Ballung an Veränderungen den Hörern zuviel zugemutet hat, was sich so nicht wiederholen sollte und vor allem dem Umstand geschuldet war, dass der Presse nach 100 Tagen „neuer Programmchef“ etwas „Ordentliches“ präsentiert werden sollte, um das entsprechende Presse-Echo zu erhalten. Und man wolle künftig eher Präsenz zeigen und um Geduld bitten. Eine Auseinandersetzung mit jedem einzelnen Kritiker ist schon von der Manpower her nicht umzusetzen.

Unmut in den Communities bis hin zum „shitstorm“ war ein häufiges Thema bei diesem Community Camp – auch die Vertreterinnen von Xing oder der Teilnehmer von Groupon wussten davon zu berichten. Wie soll man richtig reagieren? Die Welle über sich rüberrollen lassen oder sich aktiv mit den Usern auseinandersetzen? Egal, was man macht, es ist irgendwie immer falsch.

Die Zeit war leider viel zu schnell wieder um…  An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Volker, dass er mit mir am Camp teilgenommen hat, an die Macher und Macherinnen des Camp für die tadellose Organisation und an Robert Skuppin, der sich ebenfalls sehr eingehend mit mir und meiner Kritik auseinander gesetzt hat.

Wie andere Teilnehmer die Session empfunden haben, könnt ihr zum einen im Blog von Karlheinz Pape und bei @tristessedeluxe nachlesen.

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