Gibt es noch echtes Leben im falschen?

Gut, wir wissen, dass uns Werbung mit schönen Bildern Geschichten erzählt, wir wissen, dass es in der „Rügenwalder Mühle“ wohl nicht so idyllisch zugehen wird wie in den Fernsehspots, dass „Actimel“ uns nicht vor Kachelmann schützt und auch das teure neue Schlecker-Logo deshalb die Märkte nicht besser macht.

Geschenkt.

Aber wie sieht es denn damit aus, dass uns immer mehr Geschäfte und insbesondere Restaurant eine heile (Bio)Welt  vorgaukeln und in Wirklichkeit doch nur Franchiseketten oder Systemgastronomie sind?

Die Autorin Kerstin Greiner hat dazu einen sehr lesenswerten Artikel im SZ-Magazin geschrieben. „Selbstbedienung“ heißt heute „Selbstbestimmung“ (klingt ja auch viel cooler) – und so sind die „Vapianos„, „Holyfields“ und „MoschMoschs“ dieser Welt nichts anderes als eine Turbogastronomie, die  – wen überrascht es – häufig von ehemaligen McDonalds-Managern gegründet wurden.

Die Inszenierung muss stimmen, wie z.B. bei „Le Pain Quotidien“ (150 Filialen in 19 Ländern):

oder in den zahllosen Irish Pubs dieser Welt, die sich ihre Gemütlichkeit per Katalog bestellen.

Röstis werden maschinell unregelmäßig hergestellt, Pommes so, dass sie handgeschnitten aussehen, obwohl sie es nicht sind – die Täuschung springt aus der Werbewelt in unseren Alltag hinein. Gibt es denn überhaupt noch ein echtes Leben im falschen??

Da schmiere ich mir doch lieber ne schöne Butterstulle….!

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