Tue grünes und sprich darüber

„Grün“, „öko“, „nachhaltig“ – das sind die Etiketten, die sich in den letzten Wochen immer mehr Unternehmen an die Marketing-Stirn gepappt haben. Ob Bionade, deren Kampagne mich nur noch zu einem müden Schmunzler veranlasst:

genau, die Bionade-Boheme soll mal schon in Prenzlberg bleiben

genau, die Bionade-Boheme soll mal schon in Prenzlberg bleiben

oder McDonalds, die auf einmal tatsächlich grün werden. Auch Puma denkt um und spart sich in Zukunft den Schuhkarton – stattdessen gibt es nun stylishe Turnschuhbeutel:

chic, schön, grün

chic, schön, grün

Doch mittlerweile beschleicht mich immer häufiger das Gefühl, dass es in erster Line darum geht, sich mit einem grünen Anstrich zeitgerecht und zielgruppennah zu geben. Und dabei ist es egal, ob es sich um offensichtliche Werbung handelt oder um PR-Maßnahmen. Ich glaube auch, dass die Konsumenten sich von diesen Versuchen des „green washing“ nicht täuschen lassen: Fällt beispielsweise der Name „Krombacher“ im Freundeskreis, antwortet mindestens einer in der Gruppe mit „jaja, Saufen für den Regenwald“….

So kam es auch nicht von ungefähr, dass sich Greenpeace bei seiner Palmöl-Kampagne mit Kitkat ein Produkt des Nestlé-Konzerns ausgesucht hatte, der sich gerne in letzter Zeit darin gefiel, sich als nachhaltig wirtschaftend darzustellen. Und auch Lidl sind seine angeblichen „fair trade“-Textilien wieder vor die Füsse gefallen – das Werbeverbot wurde diese Woche verhängt und Lidl darf seine Prospekte einstampfen.

Mehr denn je gilt es also, ehrlich, ernsthaft und authentisch zu handeln – denn die Zielgruppe ist aufgeklärter und kritischer geworden und beäugt solche Äusserungen mit wachsender Skepsis. Grünes zu tun, nur um sich Aufmerksamkeit zu sichern, funktioniert einfach nicht mehr.

Was jedoch immer funktioniert, ist Humor. Auch grüner… 🙂

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